Über Uns

Die treibende Kraft in Sachen Katzenzucht bin ich (Ina Bosse geb. 1959).  Ich hatte wohl schon immer den größten Tierfimmel in der Familie. Schon als kleines Mädchen war ich mehr in den Ställen zu finden als auf anderen Spielplätzen. Manchmal konnte ich auch meine Schwester und Freundinnen mitschleifen. Pferde füttern, Mäuse im Stroh suchen, Katzen beim Säugen ihrer Kleinen zu beobachten war das Schönste. Natürlich lief mir auch eines Tages ein kleiner Kater zu, der zunächst im Geräteschuppen beheimatet wurde. Micky hatte sich zu einem stolzen kräftigen Kater entwickelt und war bei vielen Familien im Dorf zu Hause. Er fraß mit unserem Großen Münsterländer Pansen um die Wette und beglückte später auch eine nette Katze bei der nachbarlichen Schreinerei. Diese Katze, Kathy, hatte jedes Jahr mindestens einen Wurf. Ich war immer sehr stolz, dass sie mit ihren Kleinen durch den Zaun zu uns kam und sich ein wenig von mir verwöhnen ließ und ich mit den Jungen spielen durfte. Unser damaliger Hund hat sich gut mit den Katzen verstanden. Nachdem dieser Hund gestorben war und mein Vater einen Neuen kaufte war es vorbei mit der Harmonie. Das zeichnete sich schon bei der ersten Begegnung zwischen Katze Kathy und dem Hund Jack ab. Jack war erst 12 Wochen alt und war schon auf Angriff, als er die Katze sah. Leider musste ich später einige Male mit ansehen, wie er junge, unerfahrene Katzen vom Baum holte und tot schüttelte. Nach solchen Erlebnissen hatte ich einen unsagbaren Hass auf diesen Hund, obwohl er sonst ein ganz lieber Kerl war. Das waren erstmal die einschneidendsten Erlebnisse mit Hund und Katzen. Im Laufe meines Lebens begleiteten mich noch Mäuse, Meerschweinchen, Kaninchen, Gänse, Schafe, ein Beo, Wellensittiche, Wasserschildkröten und diverse Fische. Das hört sich fast an, als ob wir einen Bauernhof gehabt hätten; aber eigentlich war es so, dass meine Eltern und später mein Mann meinen Tierfimmel nicht bremsen konnten.

Funny

Zur Zeit widme ich meine Aufmerksamkeit meiner Irischen Wolfshündin Funny. Da ich an manchen Tagen mehr als fünf Stunden außer Haus war, fand ich, dass sie etwas Gesellschaft brauchte. Bei diversen Spaziergängen suchte ich nach Katzen, um zu testen, wie Funny auf sie reagierte. Blieben die Katzen sitzen, ging sie vorsichtig darauf zu. Wurde sie angefaucht, zog sie sich langsam wieder zurück. Nur wenn die Katzen Reißaus nahmen, machte sie einen Satz hinterher. Also wurde mir klar, wenn es eine Katze sein sollte, dann eine, die an Hunde gewöhnt war und ein dickes Nervenkostüm hat, damit sie nicht gleich in Panik gerät beim Anblick dieses doch etwas größeren Hundes. Im Internet ging ich dann auf die Suche und entschloss mich nach einiger Zeit für die Norwegische Waldkatze. Skandinavien war für mich schon lange ein Traumland und ich erinnerte mich, dass ich mit meinem Vater über die Norwegische Waldkatze diskutiert hatte, als die Nachricht durch die Presse ging, diese Rasse in der FIFE anzuerkennen. Da ich für meinen Hund keine junge Katze wollte (sie war ja inzwischen schon sechs Jahre alt und hatte noch keine Erfahrung mit einem tierischen Mitbewohner) suchte ich nach Kastraten, die an Hunde gewöhnt waren und abgegeben werden sollten. Ich wurde fündig bei Manuela und Thomas Schimm (av Lahrdal). Schon sehr schnell stellte sich der Wunsch nach einer kleinen Zucht ein. Also ging ich auf die Suche nach unserer ersten Zuchtkatze. Nur eins stand fest: Schwarz musste sie sein! Bald wurde ich fündig. Da Fenja sehr lebhaft ist und unsere Kastraten ihrem wilden Treiben nicht mehr so viel abgewinnen konnten, musste ein junger Spielkamerad her. So zog also eine weitere Katzendame ein. Der Grundstock für unsere kleine Zucht ist damit inzwischen gelegt.

Im Hintergrund werde ich von meinen inzwischen erwachsenen Kindern Nils (geb.1984) und Corinna (geb.1986) unterstützt. Neben meinen Tieren sind mir meine Kinder das Wichtigste. Mit den Tieren bewohne ich ein kleines Haus mit Garten in Dortmund. Inzwischen hat sich im Haus, was schon einigermaßen hundegerecht gestaltet war, auch noch eine katzengerechte Einrichtung breit gemacht. Der Garten wartet noch auf einen katzensicheren Zaun, so dass die Katzen auch den ganzen Garten zur freien Verfügung haben. Im Moment müssen sie sich noch mit einem kleinen Gehege begnügen. Wichtig sind mir zunächst die Gesundheit meiner Katzen, das harmonische Miteinander aller Bewohner und dann der Erhalt der urtümlichen Rasse NORWEGISCHE WALDKATZEN. Mich faszinieren besonders die imposanten Luchspinsel, die bei einigen Norwegischen Waldkatzen zu finden sind.